dorothy
Herz aus Holz

Sterben ist eine einsame Sache. Das Leben aber auch.

 

Wir alle verbringen unser Leben im tiefsten Innern einsam und allein. Ganz gleich, wie viel wir mit den Menschen teilen, die wir lieben, irgendetwas hatlen wir stets zurück. Manchmal ist es eine Kleinigkeit- zum Beispiel, wenn eine Frau sich an eine heimliche, längst vergangene Liebe erinnert. Sie erzählt ihrem Gatten, sie habe keinen Mann inniger gelibet als ihn, in ihrem ganzen Leben nicht, und das stimmt auch. Allerdings hat sie einen anderen Mann genauso sehr geliebt. Manchmal ist das Geheinis in unserem Innern etwas Rie-siges und Düsteres- ein Ungeheuer, das direkt hinter uns lauert und dessen heißen Atem wir zwischen den Schulterblättern spüren.

Ein Beispiel:

In tiefster Nacht- in den Stunden, wenn jeder von uns alleine ist- kommen diese alten Geheimnisse und kompfen bei uns an. EInige klopfen lautstark, andere leise, kaum vernehmlich. Doch ob laut oder leise, sie kommen. Keine verschlossene Tür kann sie aufhalten. Sie haben den Schlüsssel zu unserem Innersten. Wir reden mit ihnen, flehen sie an, wir verfluchen sie, schreien sie an. 

Wir wünschen uns mit jemandem über diese Geheimnisse reden zu können, sie jemandem anvertrauen zu könen, nur einem ein-zigen anderen Menschen, um ein kllein wenig Erleichterung zu finden. Wir wälzen uns im Bett hin und her oder gehen im Zimmer auf und ab oder nehmen Drogen oder heulen den Mond an, bis endlich der Morgen dämmert. MIt dem neuen Tag verstummt das Jaulen und Kreischen unserer dunklen Geheimnisse, sie kapseln sich wieder ein in unserem Innern, und wir tun unser Bestes, mit ihnen weiterzuleben. der Erfolg bei diesem Unterfangen hängt von der Art und Größe des GEheimnisses ab und dem, der es in sich trägt. Nicht jeder ist dazu geschaffen, mit Schuld zu leben. Jung oder Alt, Mann oder Frau, jeder hat Geheimnisse. Das habe ich gelernt. Das habe ich erfahren. Ich weiß es von mir selbst. 

 

 

 

Wieso lassen wir zu, dass ein einziger ensch unser Leben, unsere Gedanken und unser Handeln kontrolliert? Wieso lassen wir zu, dass er so viel Macht  über uns erhält? Sollten wir nicht die einzigen sei, die so viel macht über uns haben? Gibt es überhaupt einen Menschen, der solch ein Privileg verdient hat? Ich mein, er kann dich zerstören. Er kann dich wortwörtlich kaputt machen.

 

Dein Innerstes zugrunde richten. Ist das Risiko nicht viel zu hoch, jemandem sein Leben in die Hände zu legen?

 

Ich glaube "bitte bleib" sind die mit Abstand traurigsten Worte. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein dass er u die Anwesenheit eines anderen bittet? Wie sehr muss er ihn lieben?

Wie sehr muss er ihn brauchen?

Wie sehr ist er abhängig von dieser Person, dass er denkt ohne diese nicht klar zu kommen?

 

Also ja es ist  schwer sich zusammen zu reißen, wenn es etwas gibt, dass dich von innen auseinander reißt.

 

Zum Schluss:

 

Wenn du anfängst über Menschen  zu schreiben, dann verändert sich etwas. Sie bahnen sich einen Weg hinein in dein Herz, hinein in deine Seele. Sie verschmelzen mit deinen Gedanken und deinen Gefühlen. Selbst wenn sie eigentlich nur eine sehr kleine ROlle für einen spielen, lassen Worte sie auf einmal unglaublich groß werden. Viel größer als man möchte. So groß, dass man irgendwan die Kontrolle verlieren kann.

 

Menschen besitzen die Eigenart zu kommen und zu gehen wie es Ihnen gefällt. Wenn du sie in deine Worte einwickelst, kansnt du sie nicht mehr einfach so gehen lassen. Auch wenn sie schon längst kein Teil mehr deines eigentlichen Lebens sind.

Worte ziehen nicht einfach weiter. Worte kann man nicht einfach loslassen. Und ich habe Angst, dass ich dich irgendwann loslassen muss.

Deswegen möchte ich nicht über dich schreiben, eigentlich. 

31.3.14 11:59
 


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